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Risikofaktoren und Tattoo-Heilung: Warum dein Körper den grössten Unterschied macht

  • Autorenbild: Vanessa
    Vanessa
  • 17. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Hinweis: Ich bin keine Fachperson. Dieser Beitrag basiert auf eigener Erfahrung und sorgfältiger Recherche.


Ein Tattoo ist weit mehr als Farbe unter der Haut. Es ist eine kleine Wunde, die heilen muss. Damit Linien sauber bleiben und Farben leuchten, braucht dein Körper Energie, eine gute Durchblutung, genug Nährstoffe und Ruhe. Alles, was ihn zusätzlich belastet, kann den Heilungsprozess bremsen oder das Ergebnis sichtbar verschlechtern.


Viele denken zuerst an falsche Pflegeprodukte oder Nachbehandlung, aber die eigentlichen Risikofaktoren liegen oft tiefer. Manche sind offensichtlich, andere weniger und einige werden komplett unterschätzt.


Häufige Risikofaktoren für eine schlechte Heilung


·      Zu viel Sonne

Frische Tattoos reagieren empfindlich auf UV-Strahlung. Sonne kann nicht nur Farben verblassen lassen, sondern auch die Haut direkt schädigen. In den ersten Wochen gilt: kein Sonnenbad, kein Solarium, lieber Schatten und Schutz.

 

·      Wasser und Feuchtigkeit

Baden, Schwimmen oder Sauna können die Wunde aufweichen, Bakterien einschleusen und Entzündungen fördern. Bis die Haut vollständig geschlossen ist, sollte sie nur kurz mit Wasser in Kontakt kommen und anschliessend sorgfältig abgetrocknet werden.

 

·      Hygiene und Kleidung

Saubere Hände, frische Kleidung und eine luftige Umgebung sind das A und O. Enge Stoffe oder Schmutzpartikel reizen die Haut und können Keime in die Wunde bringen.

 

·      Immunsystem und Gesundheit

Eine Erkältung, Fieber oder chronische Erkrankungen können die Heilung verzögern. Auch Medikamente, die das Immunsystem beeinflussen, haben oft einen Effekt auf die Hautregeneration.

 

·       Ernährung, Schlaf und Stress

Wer zu wenig isst, schlecht schläft oder stark unter Druck steht, gibt dem Körper weniger Ressourcen, um neue Haut zu bilden. Eine ausgewogene Ernährung, genug Wasser und Ruhe sind genauso wichtig wie Salbe und Folie.

 

Substanzen als unterschätzter Heilungsfaktor


Neben den äusseren Einflüssen sind Substanzen einer der grössten internen Risikofaktoren. Alkohol, Drogen oder Medikamente verändern die Durchblutung, stören den Stoffwechsel und schwächen das Immunsystem. Genau das braucht die Haut jedoch für eine gute Heilung.


Wer sich tätowieren lässt, sollte sich bewusst sein, dass jede Form von Konsum die Haut beeinflusst, selbst wenn es nicht sofort sichtbar ist. Die Folgen reichen von stärkerem Bluten bis zu Farbverlust, Infektionen oder Narbenbildung.


Im Folgenden habe ich zusammengetragen, wie einzelne Substanzen, von Alkohol bis Medikamente, die Heilung beeinflussen können und gebe praktische Tipps, wie du Risiken minimieren kannst.

Substanz

Wirkung auf den Körper

Möglicher Einfluss auf Tattoos

Empfehlung

Alkohol

Verdünnt Blut, entzieht Flüssigkeit

Blutet stärker, Farbe hält schlechter, Heilung verzögert

Kein Alkohol 24 Stunden davor und danach

Benzodiazepine, andere Beruhigungsmittel

Dämpfen Nervensystem, Kreislauf kann instabil werden

Kreislaufprobleme möglich, Konzentration beeinträchtigt

Nur ärztlich verordnete Dosis, keine Selbstmedikation

Cannabis (THC)

Erweiterte Gefässe, geringere Konzentration

Leicht verzögerte Heilung möglich

12 bis 24 Stunden Pause

Heroin, Opiate

Schwächt Immunabwehr, unterdrückt Schmerz

Schlechte Heilung, Gefahr von Infektionen und Narbenbildung

Nur tätowieren, wenn stabil und clean

Kokain

Verengt Blutgefässe, schwächt das Immunsystem

Sehr schlecht. Risiko für Farbverlust, Infektionen, schlechte Wundheilung

Mindestens eine Woche Abstand vor und nach dem Tattoo

LSD, Pilze, Psychedelika

Wahrnehmungsstörung, keine Kontrolle über Reaktionen

Tätowieren gefährlich, unberechenbare Bewegungen

Mindestens zwei bis drei Tage Abstand

MDMA, Amphetamine, Speed

Belastet Herz-Kreislauf, dehydriert stark

Sehr schlechte Heilung, hohes Infektionsrisiko

Mindestens eine Woche Abstand

Nikotin, Rauchen

Rauchen Verengt Gefässe, reduziert Sauerstoffzufuhr

Heilung verlangsamt, Farben etwas blasser

Rauchen reduzieren, viel Wasser trinken

Abgesehen von der direkten Auswirkung auf dein Tattoo gilt: Substanzen wie Alkohol, Kokain, Amphetamine, Opiate oder andere Drogen belasten deinen Körper erheblich. Sie erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme, Infektionen, geschwächte Abwehrkräfte, Hautschäden, ungleichmässige Heilung oder Narben und langfristige körperliche und psychische Schäden.


Die Botschaft ist klar: Je nüchterner und gesünder du zum Termin kommst, desto besser für dein Tattoo und deinen Körper. Am besten ist selbstverständlich kein Konsum.


Natürlich ist es jedem selbst überlassen, aber: Wer konsumiert, sollte wenigstens gut informiert und verantwortungsbewusst handeln, um die Risiken für die Haut und den Körper so gering wie möglich zu halten.


Hilfe bei Problemen mit Substanzen


Wenn du selbst oder jemand aus deinem Umfeld Probleme mit Alkohol oder Drogen hat, zögere nicht professionelle Hilfe anzufordern.


Suchthilfe Schweiz: Rat und Hilfe - Sucht Schweiz

Suchtberatung Aargau: 062 837 60 40


Diese Fachpersonen beraten anonym und kostenlos, auch über Therapie- und Präventionsmöglichkeiten.


Hast du Fragen? Ich freue mich über Nachrichten! :)


Viel Liebe

 

Vanessa

 
 
 

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