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Ist dein Tattoo entzündet?

Aktualisiert: 17. Nov. 2025

Hinweis: Ich bin keine Fachperson. Dieser Post basiert auf meiner eigenen Recherche und Erfahrung.

 

Ein infiziertes Tattoo kann im schlimmsten Fall ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.

Doch wie erkennst du eine Entzündung und wann wird es ernst?


Wenn sich ein Tattoo entzündet, bleibt es oft zunächst bei einer lokalen Infektion. Wird die Entzündung aber nicht rechtzeitig behandelt, können sich die Bakterien ausbreiten.

Das kann zu tiefergehenden Hautinfektionen (z. B. Abszessen) führen und im Extremfall sogar in den Blutkreislauf übergehen.


Dann spricht man von einer Blutvergiftung (Sepsis). Eine Sepsis ist lebensgefährlich und erfordert sofortige ärztliche Behandlung.


Warnzeichen, dass die Infektion ernst wird:


  • starke, zunehmende Schmerzen

  • starke Schwellung oder Rötung, die sich ausbreitet

  • Fieber, Schüttelfrost oder allgemeines Krankheitsgefühl

  • eitrige oder übelriechende Flüssigkeit

  • rote Streifen, die sich von der Wunde weg ausbreiten


Wenn eines dieser Symptome auftritt, solltest du direkt zum Arzt oder ins Spital.


Solche Verläufe sind zum Glück sehr selten. Wenn man zusätzlich Risikofaktoren minimiert, kann man sich unbesorgt voll tätowieren. Alles zum Thema Risikofaktoren erfährst du im nächsten Post.


Zurück zur Tattooheilung. Ein frisches Tattoo ist in einem gewissen Sinn immer eine leichte, kontrollierte Entzündung.


Beim Tätowieren werden unzählige feine Stiche in die Haut gesetzt, wodurch winzige Wunden entstehen. Der Körper reagiert wie bei jeder anderen Verletzung. Er schickt die weissen Blutkörperchen (Entzündungszellen) in die betroffene Region und beginnt direkt mit dem Heilungsprozess.


Anzeichen einer normalen Entzündungsreaktion:


Rötung und leichte Schwellung

In den ersten 1–3 Tagen ist die Haut rund ums Tattoo gerötet und etwas geschwollen, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand.


Spannungsgefühl und Wärme

Die Haut kann sich gespannt oder leicht warm anfühlen, solange kein starkes Brennen oder Pochen dazukommt.


Nässen und Wundflüssigkeit

In den ersten Stunden oder am ersten Tag kann etwas klare oder leicht gefärbte Flüssigkeit austreten. Das ist Wundsekret, kein Eiter.


Jucken und Schuppenbildung

Nach 3–5 Tagen beginnt die Haut, Krusten oder Häutchen zu bilden und zu jucken. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Heilung mitten im Prozess ist. Nicht kratzen oder zupfen!

Ich weiss, es ist hart, aber NICHT KRATZEN! :(


Abschälen und leichtes Verblassen

Die oberste Hautschicht regeneriert sich, wodurch das Tattoo kurzzeitig matt oder milchig wirken kann. Nach etwa 2–4 Wochen normalisiert sich der Farbton.


Oberflächlich ist das Tattoo dann nach vier Wochen abgeheilt. Die Haut scheint vollständig repariert zu sein. Doch das täuscht. Die tieferliegende Heilung dauert noch bis zu sechs Monaten an. Erst dann ist ein Tattoo wirklich 100% abgeheilt.


Beim Tätowieren gelangen die Farbpigmente in die Dermis (Lederhaut). Dort erkennt der Körper sie als Fremdstoffe und beginnt, sie durch Makrophagen (Fresszellen) einzuschliessen. Pac-Man Style.


Diese einkapselnde Reaktion sorgt dafür, dass die Pigmente stabil in der Haut bleiben und keinen Schaden anrichten können.


In dieser Zeit kann sich die Farbtiefe oder die Leuchtkraft deines Tattoos nochmal verändern. Deine Hautstruktur wird wieder gleichmässiger und die Empfindlichkeit nimmt langsam ab.


Für langfristigen Farberhalt empfiehlt sich daher auch in dieser Phase (vor allem bei grossen, farbintensiven Tattoos) Sonne, Chlorwasser, Kratzen und starkes Scheuern zu vermeiden oder zu minimieren.

 

Hast du Anmerkungen oder Fragen?

Ich freue mich über einen Kommentar oder eine Nachricht.

 

liebs Grüessli

 

Vanessa

 

 
 
 

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